Die NASA startet die Raumsonde Lucy in Richtung Jupiter. Das Ziel ist klar, aber ehrgeizig. Wissenschaftler wollen die trojanischen Asteroiden besuchen. Diese Gesteine teilen sich die Umlaufbahn des Jupiter. Sie sind uralte Relikte aus der Entstehungszeit des Sonnensystems. Durch ihre Untersuchung hoffen Forscher zu verstehen, wie Planeten entstanden sind.
Die Mission zielt auf eine Gruppe von Objekten, die oft übersehen werden. Die meisten Menschen denken an Planeten oder Monde, wenn sie an die Erforschung des Weltraums denken. Für viele sind Asteroiden nur Weltraumschrott. Aber diese speziellen Asteroiden enthalten Hinweise auf das frühe Sonnensystem. Es sind Zeitkapseln. Sie sind über Milliarden von Jahren weitgehend unverändert geblieben.
Warum Jupiters Trojaner wichtig sind
Die Jupiter-Trojaner-Asteroiden befinden sich an stabilen Punkten in der Umlaufbahn des Jupiter. Diese Punkte werden Lagrange-Punkte genannt. Die Schwerkraft hält die Asteroiden dort gefangen. Sie reisen vor oder hinter dem Riesenplaneten. Dadurch können sie leicht von einem Raumschiff anvisiert werden.
Warum sie jetzt studieren? Die Antwort liegt in ihrem Alter. Diese Objekte gehen auf die Entstehung der äußeren Planeten zurück. Sie enthalten primitives Material. Dieses Material wurde im Laufe der Zeit weder erhitzt noch stark verändert. Es bietet einen unberührten Blick auf den Sonnennebel. Der Nebel ist die Wolke aus Gas und Staub, die kollabierte und unsere Sonne und Planeten bildete.
Ohne Lucy haben wir nur wenige Asteroiden beprobt. Wir sind auf Bennu und Ryugu gelandet. Wir sind mit Vesta geflogen. Aber das sind Asteroiden des Hauptgürtels. Sie sind näher am Mars. Die Trojaner sind anders. Sie sind wahrscheinlich im äußeren Sonnensystem entstanden. Sie liefern einen einzigartigen Datensatz. Diese Daten können Theorien über Planetenwanderungen bestätigen oder widerlegen.
Die Wissenschaft der Planetenentstehung
Planeten sind nicht einfach aufgetaucht. Sie sind aus kleineren Körpern gewachsen. Steine prallten zusammen und klebten zusammen. Dieser Vorgang wird Akkretion genannt. Wissenschaftler untersuchen Asteroiden, um herauszufinden, wie das funktioniert. Aber die Asteroiden des Hauptgürtels könnten sich verändert haben. Hitze durch radioaktiven Zerfall kann sie verändern. Einschläge können ihre Uhren zurückstellen.
Die Trojaner sind kälter. Sie sind weiter von der Sonne entfernt. Sie sind trockener. Diese Erhaltung ist der Schlüssel. Es ermöglicht Wissenschaftlern, ihre Zusammensetzung zu analysieren. Sie können nach organischen Verbindungen suchen. Sie können den Wassergehalt messen. Diese Details offenbaren die Bedingungen des frühen Sonnensystems.
Lucy wird mehrere Trojaner besuchen. Es wird nicht einfach so vorbeifliegen. Die Raumsonde wird sieben Asteroiden treffen. Diese Vielfalt ist wichtig. Eine Einheitsgröße passt nicht für alle. Einige Trojaner sind möglicherweise dunkel und kohlenstoffreich. Andere könnten heller sein und mehr Eis enthalten. Ein Vergleich ergibt ein umfassenderes Bild. Es hilft Wissenschaftlern, ein Modell des äußeren Sonnensystems zu erstellen.
„Die Jupiter-Trojaner-Asteroiden sind Zeitkapseln. Sie sind seit Milliarden von Jahren weitgehend unverändert geblieben.“
Wie Lucy vorgehen wird
Das Raumschiff ist nach einem Hominidenfossil benannt. Das Fossil Lucy half dabei, die menschliche Abstammung aufzuspüren. Diese Mission verfolgt die Abstammung des Planeten. Das Design ist robust. Es muss eine lange Reise überstehen. Es muss auch mehrere Begegnungen bewältigen. Die Mission wird über ein Jahrzehnt dauern.
Das Raumschiff wird Schwerkraftunterstützung nutzen. Es wird an der Erde vorbeischwingen. Es wird Fahrt aufnehmen. Das spart Kraftstoff. Es erweitert die Reichweite der Mission. Lucy geht nicht nur zum Jupiter. Es geht um die Lagrange-Punkte. Es wird Asteroiden sowohl in der L4- als auch in der L5-Wolke besuchen.
Die Instrumente an Bord sind spezialisiert. Sie



























