Wie der 19-jährige metonische Zyklus Ihren Kalender synchron hält

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Der antike athenische Astronom Meton stieß um 432 v. Chr. auf eine mathematische Eigenart des Himmels, auf die wir uns noch heute verlassen. Er bemerkte etwas Seltsames am Mond. Nach genau 19 Jahren kehren die Mondphasen zu den gleichen Daten im Sonnenkalender zurück. Es handelt sich um einen Zeitraum von 235 synodischen Monaten.

Diese Ausrichtung ist nicht exakt. Moderne Berechnungen zeigen, dass 235 Mondmonate 6.939 Tagen und 16,5 Stunden entsprechen. Neunzehn Sonnenjahre entsprechen 6.939 Tagen und 14,5 Stunden. Es gibt einen Unterschied von zwei Stunden. Aber um die Zeit über Jahrzehnte hinweg zu verfolgen? Nah genug.

Diese Entdeckung löste ein gewaltiges Problem für frühe Kalendersysteme. Der Mondmonat dauert etwa 29,5 Tage. Zwölf dieser Monate ergeben zusammen nur 354 Tage. Damit bleiben Ihnen 11 Tage weniger als ein volles Sonnenjahr. Ohne eine Lösung würden Ihre Ferien vergehen. Ostern könnte irgendwann mitten im Winter landen. Das Pessachfest könnte sich vom Frühling auf den Herbst verschieben.

Der Meton-Zyklus bot eine Lösung. Dadurch konnten Astronomen in vorhersehbaren Abständen zusätzliche Monate in den Kalender einfügen. Dadurch blieben die Mondfeste an den Sonnenjahreszeiten ausgerichtet. Das System war so effektiv, dass es in verschiedenen Kulturen zum Standardwerkzeug wurde.

Wenn Sie in einem alten Kalender jemals einen Datumsbereich wie „2024 bis 2043“ gesehen haben, haben Sie sich einen metonischen Zyklus angesehen. The pattern repeats. In einigen historischen Texten wird immer noch auf die goldene Zahl verwiesen, die zur Verfolgung dieses Zyklus verwendet wird. Wir verwenden Variationen dieser Logik, um Schaltmonate in lunisolaren Kalendern zu bestimmen.

Es ist eine einfache Idee. 19 Jahre. 235 Monde. Eine zweistündige Fehlerspanne, die wir aus Gründen der Ordnung ignorieren. Warum ist es jetzt wichtig? Denn die Struktur unserer Zeitmessung basiert noch immer auf dieser alten Beobachtung. Wir denken einfach nicht mehr darüber nach.