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Deutsche Raketen finden in Kanada ein Zuhause

Isar Aerospace setzt große Wetten. Groß genug, um zwei Kontinente zu überspannen. Sie unterzeichneten einen Vertrag mit Kanadas Maritime Launch Services über die Nutzung des Geländes des Spaceport Nova Scotia. Es kostet 150 Millionen Dollar. Ein 10-Jahres-Mietvertrag mit der Option, ein weiteres Jahrzehnt zu verlängern.

Sie mieten nicht nur einen Parkplatz. Isar darf das Pad selbst entwerfen. Die Infrastruktur muss speziell zu ihrer Spectrum -Rakete passen. Maritime Launch Services (MLS) stellt das Land, die Einrichtungen zur Integration des Fahrzeugs, Testbereiche und einen Missionskontrollknotenpunkt zur Verfügung. Im Grunde bringt die Isar die Rakete; Kanada bietet die Bühne.

Der Bau beginnt noch in diesem Jahr. Sie peilen das Jahr 2028 an. Dann sollen die ersten Orbitalstarts von dieser neuen Heimat aus erfolgen.

Alexandre Dalloneau, ihr Vizepräsident für Missionseinsätze, sieht darin einen strategischen Sprung. „Kanada ist der nächste Schritt … um souveränen Nationen umfassende End-to-End-Startfähigkeiten zu bieten“, sagte er. Bin auch stolz darauf. Wir machen es in Kanada, mit Kanada.

Bis 2029? Sie wollen vierzig Starts von diesem Startplatz aus. Vierzig.

MLS hält die Partnerschaft für sinnvoll. Stephen Matier, der dortige CEO, sprach von der Schaffung zuverlässiger Orbitaldienste. Kombination der Technologie von Isar mit dem lizenzierten Raum von Nova Scotia.

Spaceport Nova ist nicht der einzige Spieler in der Stadt. Es ist ein Multi-User-Center. Entwickelt, um zu expandieren, wenn Kunden auftauchen. NordSpace, ein weiteres kanadisches Unternehmen, baut in der Nähe ein eigenes flexibles Pad. Allerdings hat noch keiner die Umlaufbahn erreicht. Keiner von beiden hat bewiesen, dass das Konzept auf globaler Ebene funktioniert.

Isar? Sie versuchen es. März 2025. Norwegen.

Die Spectru-Rakete wurde gestartet. Den Turm geräumt. Dann fing es an zu taumeln. Es blieb nicht lange wach. Es kam als Feuer und Trümmer zurück.

Seitdem haben sie es erneut versucht. Mehrmals. Vom Wetter geschrubbt. Von technischen Problemen geplagt. Die Rakete bleibt häufiger im Hangar, als sie verlässt.

Doch die Expansion in Kanada geht weiter. Dalloneau hält diesen internationalen Schritt für lebenswichtig, auch wenn die Rakete weiter abstürzt. Vielleicht glaubt er, dass der Standort die Physik löst. Oder vielleicht gefallen ihm die Immobilien in Nova Scotia einfach wirklich gut.

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