Pete Seeger starb am 27. Januar 2014 in New York City. Er war 94. Vor dem Trauerandrang, vor den Gedenkfeiern war er nur ein Typ mit einem Banjo, der sich weigerte, mit dem Singen aufzuhören.
Seine Geschichte beginnt mit Privilegien, gerät aber schnell in den Dreck der amerikanischen Straße. Er wurde 1919 in New York als Sohn von Charles Seeger, einem wegweisenden Ethnomusikologen, und Stiefsohn der Komponistin Ruth Crawford Seeger geboren. Musik lag in seiner DNA. Aber er blieb nicht im Elfenbeinturm. Er verließ Harvard nach zwei Jahren. Ich bin 1938 gerade weggegangen.
Er trampte quer durch das Land. Fuhr mit Güterzügen. Er war nicht auf der Suche nach einem Job. Er hörte zu. Er sammelte Volkslieder von den Menschen, denen er begegnete. Er entwickelte eine Virtuosität auf dem Banjo, mit der nur wenige mithalten konnten. Es ging nicht um technische Perfektion. Es ging um Verbindung.
Die Almanac Singers und die Blacklist
1940 gründete er seinen ersten richtigen Stamm. Er organisierte mit Woody Guthrie die Almanac Singers. Sie spielten in Gewerkschaftshallen. Sie sangen bei Bauerntreffen. Die Botschaft war einfach: Die Arbeiter hatten Macht.
Schneller Vorlauf ins Jahr 1948. Er tat sich mit Lee Hays, Ronnie Gilbert und Fred Hellerman zusammen, um die Weavers zu gründen. Sie wurden massiv. „Gute Nacht Irene“ war ein Hit. Sie waren die Brücke zwischen Folk-Tradition und Mainstream-Pop.
Dann kam die schwarze Liste.
Es geschah kurz nachdem sie berühmt wurden. Seegers frühere Aktivitäten in der Links- und Arbeitspolitik machten ihn zur Zielscheibe. Die Musikindustrie schloss ihn aus. Es war eine kalte Ära für Andersdenkende.
„Die Menschen haben die Macht. Sie müssen sie nur ins Leben rufen.“
Aufbau der Hootenanny
Er schmollte nicht. Er hat etwas Neues aufgebaut. Er hat die Hootenanny großgezogen.
Es war eine Zusammenkunft von Künstlern, die füreinander spielten und sangen. Die Beteiligung des Publikums wurde nicht nur gefördert; es war erforderlich. Du hast nicht zugesehen. Du hast mitgemacht. Es hat die Musik demokratisiert. Dadurch wurden Konzerte zu Gemeinschaftsveranstaltungen.
Sein Songwriting spiegelte diesen Geist wider. Er schrieb Folk-Standards, die noch heute nachhallen. „Where Have All the Flowers Gone“ wurde zu einer Antikriegshymne. „If I Had a Hammer“ wurde zu einem Sammelruf für die Bürgerrechte. Das waren nicht nur Lieder. Es waren Werkzeuge.
Ein Leben voller Protest
Seeger war nie nur ein Performer. Er war ein prominenter Befürworter von Antikriegs-, Bürgerrechts- und Umweltbelangen. Er kämpfte für den Frieden, als Frieden unpopulär war. Er sang für den Planeten, bevor „grün“ zum Marketing-Schlagwort wurde.
Er nutzte seine Stimme als Waffe gegen Ungerechtigkeit. Er wusste, dass Lieder die Meinung ändern konnten. Nicht mit Gewalt. Durch Wiederholung. Nach Melodie.
Er starb in New York City. Aber die Lieder bleiben. Man kann sie immer noch in den Gewerkschaftshallen hören. Bei Protestmärschen. In Wohnzimmern, in denen Menschen zur Gitarre greifen und versuchen, die Welt zu verstehen.
Die Hootenannie geht weiter.
