Laut einer neuen, von Experten begutachteten Studie, die in The Lancet veröffentlicht wurde, gingen die Verschreibungen von Paracetamol (Tylenol) in der Notaufnahme bei schwangeren Frauen erheblich zurück, nachdem bei einem Briefing im Weißen Haus der frühere Präsident Trump fälschlicherweise behauptet hatte, das Schmerzmittel könne Autismus verursachen. Die Analyse von fast 90.000 Notaufnahmebesuchen ergab einen Rückgang der Verschreibungen um 10 % nach dem Briefing im September, obwohl sich die Raten später teilweise erholten.
Die Studienergebnisse
Die Forscher fanden keinen vergleichbaren Rückgang der Paracetamol-Verschreibungen bei nicht schwangeren Frauen, die im gleichen Zeitraum von 11 Wochen dieselben Notaufnahmen aufsuchten. Dies deutet darauf hin, dass der Rückgang der Verschreibungen in direktem Zusammenhang mit den öffentlichen Äußerungen zu Tylenol und Autismus stand. Die Studie unterstreicht, wie schnell Fehlinformationen selbst in kritischen Situationen Entscheidungen im Gesundheitswesen beeinflussen können.
Warum das wichtig ist
Der rasche Wandel im Verschreibungsverhalten ist besorgniserregend, da unbehandeltes Fieber während der Schwangerschaft zu neurologischen Problemen bei Säuglingen führen kann. Medizinische Organisationen wie das American College of Obstetricians and Gynecologists behaupten, dass Paracetamol bei bestimmungsgemäßer Anwendung weiterhin die sicherste fiebersenkende Option für schwangere Frauen ist.
Das Briefing im Weißen Haus
Während des Briefings forderte Präsident Trump schwangere Frauen auf, Paracetamol zu meiden, und erklärte: „Nehmen Sie kein Tylenol. Nehmen Sie es nicht. Kämpfen Sie höllisch darum, es nicht einzunehmen.“ Die Behauptungen basierten auf nicht unterstützten Theorien und es gibt keine glaubwürdigen wissenschaftlichen Beweise, die Paracetamol mit Autismus in Verbindung bringen.
Die Konsequenzen
Der Vorfall verdeutlicht die Gefahren der Verbreitung gesundheitsbezogener Fehlinformationen über hochkarätige Plattformen, die möglicherweise die Gesundheit von Müttern und Kindern gefährden. Die Ergebnisse der Studie unterstreichen die Notwendigkeit einer klaren, evidenzbasierten Gesundheitskommunikation und einer kritischen Bewertung der Behauptungen von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.
Diese Studie ist eine deutliche Erinnerung daran, dass Fehlinformationen unmittelbare und messbare Folgen im Gesundheitswesen haben können und dass das Vertrauen in die medizinische Beratung gewahrt bleiben muss, um die Sicherheit gefährdeter Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten.






























