Am 1. April 2026 wird der Mond seine vollständige Phase erreichen und am Himmel in weiten Teilen der Welt vollständig erleuchtet erscheinen. Das bedeutet, dass, sofern keine Wolkendecke vorhanden ist, die gesamte Mondscheibe sichtbar sein wird und nach Sonnenuntergang oder in den frühen Morgenstunden ein helles Schauspiel bietet, insbesondere für Beobachter in Nordamerika.
Den Vollmond beobachten
Der Vollmond bietet eine hervorragende Gelegenheit für Sterngucker, auch ohne spezielle Ausrüstung. Zu den sichtbaren Merkmalen gehören markante dunkle Bereiche wie der Kepler-Krater, das Mare Vaporum (Meer der Dämpfe) und das Mare Serenitatis (Meer der Gelassenheit).
Wer ein Fernglas hat, erkennt noch weitere Details: das Mare Nectaris (Nektarmeer), den Alphonsus-Krater und den Endymion-Krater. Amateurastronomen können mit Teleskopen sogar historische Landeplätze der Apollo-Missionen 11, 14 und 15 lokalisieren. Dies ist eine seltene Gelegenheit zu sehen, wo Menschen zum ersten Mal auf einer anderen Welt waren.
Mondzyklus erklärt
Die Vollphase des Mondes ist kein isoliertes Ereignis, sondern Teil eines vorhersehbaren 29,5-Tage-Zyklus. Dieser Zeitraum regelt den Verlauf durch acht verschiedene Phasen:
- Neumond: Der Mond steht zwischen Erde und Sonne und macht seine sichtbare Seite dunkel.
- Wachsender Halbmond: Ein Lichtstreifen erscheint, der mit der Zeit wächst.
- Erstes Viertel: Die Hälfte des Mondes ist auf der rechten Seite beleuchtet.
- Wachsing Gibbous: Mehr als die Hälfte ist beleuchtet und nähert sich der Fülle.
- Vollmond: Das gesamte Gesicht strahlt hell.
- Waning Gibbous: Das Licht beginnt auf einer Seite nachzulassen.
- Drittes Viertel: Die linke Seite ist jetzt halb beleuchtet.
- Abnehmender Halbmond: Es verbleibt ein abnehmender Splitter, bevor der Zyklus erneut beginnt.
Dieses konsistente Muster ist auf die Umlaufbahn des Mondes um die Erde und die Art und Weise zurückzuführen, wie das Sonnenlicht von seiner Oberfläche reflektiert wird. Die Umlaufbahn des Mondes ist nicht perfekt auf die Erde und die Sonne ausgerichtet, sodass wir nie zweimal genau das gleiche Bild des Mondes sehen.
Nächster Vollmond
Der nächste Vollmond wird für den 1. Mai 2026 prognostiziert. Insbesondere wird es im Mai zwei Vollmonde geben, ein Ereignis, das manchmal als „Blauer Mond“ bezeichnet wird (obwohl es für diesen Begriff verschiedene Definitionen gibt).
Der Vollmond ist ein zuverlässiges Schauspiel am Nachthimmel und erinnert uns an den natürlichen Satelliten der Erde und unseren Platz im Kosmos.
