Die NASA ist auf dem besten Weg, die erste bemannte Mission zum Mond seit über einem halben Jahrhundert zu starten. Die Space Launch System (SLS)-Rakete und das Orion-Raumschiff sollen am 17. Januar zur Startrampe gebracht werden, abhängig von günstigen Wetterbedingungen und technischen Überprüfungen. Die Artemis-2-Mission, deren Startzeitpunkt zwischen dem 6. Februar und dem 10. April liegt, stellt einen Meilenstein in der Weltraumforschung dar und markiert die Rückkehr der Menschheit in Mondnähe zum ersten Mal seit Apollo 17 im Jahr 1972.
Die Rakete ausrollen
Der SLS-Orion-Stack wird mit dem Crawler-Transporter 2 vom Vehicle Assembly Building (VAB) im Kennedy Space Center zur Startrampe 39B transportiert. Die 4 Meilen lange Fahrt wird voraussichtlich bis zu 12 Stunden dauern. Dies ist ein entscheidender Schritt, da er eine Reihe von Tests vor dem Start einleitet, einschließlich einer „Wet-Generalprobe“ – einer vollständigen Treibstoffbeladung und einem simulierten Countdown zur Überprüfung der Systembereitschaft.
Warum das wichtig ist: Beim Artemis-Programm geht es nicht nur darum, den Mond erneut zu besuchen; es geht darum, dort eine nachhaltige Präsenz aufzubauen. Diese Mission validiert die Hardware und Verfahren, die für zukünftige, länger dauernde Mondmissionen, einschließlich möglicher Landungen mit Besatzung, erforderlich sind.
Nasse Generalprobe und mögliche Verzögerungen
Die nasse Generalprobe, bei der über 700.000 Gallonen kryogener Treibstoff verwendet werden, ist von entscheidender Bedeutung für die Identifizierung und Behebung möglicher Lecks oder Fehlfunktionen, bevor Astronauten an Bord sind. Frühere Proben (wie die während Artemis 1) haben Probleme aufgedeckt, die zu Verzögerungen führten.
Lehren aus Artemis 1: Obwohl die Artemis-1-Mission nicht bemannt war, kam es aufgrund von Wasserstofflecks zu erheblichen Verzögerungen, was mehrere Rückfahrten zum VAB zur Reparatur erforderte. Dies unterstreicht die Bedeutung gründlicher Tests und das Risiko von Rückschlägen bei komplexen Raumfahrtoperationen.
Begrenzte Startfenster und Notfallpläne
Die NASA hat eine begrenzte Anzahl möglicher Starttermine im Zeitfenster vom 6. Februar bis 10. April identifiziert:
- 31. Januar – 14. Februar: 6., 7., 8., 10., 11. Februar
- 28. Februar – 1. März: 6., 7., 8., 9., 11. März
- 27. März – 10. April: 1., 3., 4., 5., 6. April
Diese Daten unterliegen jedoch zusätzlichen Einschränkungen, einschließlich Wetterbedingungen, Treibstoffverfügbarkeit und Terminkonflikten mit anderen Starts. Die NASA schätzt, dass innerhalb jeder realisierbaren Startperiode maximal vier Startversuche in Betracht gezogen werden.
Artemis 2 Crew- und Missionsprofil
Zur Artemis-2-Besatzung gehören die NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der Astronaut Jeremy Hansen von der Canadian Space Agency. Die Mission wird sie auf einen zehntägigen Flug ohne Landung um den Mond schicken, um die Leistung der Raumfahrzeuge und die Anpassung des Menschen an die Umgebung im Weltraum zu bewerten.
„Die Sicherheit der Besatzung wird auf Schritt und Tritt unsere oberste Priorität bleiben, während wir uns der Rückkehr der Menschheit zum Mond nähern.“ – Lori Glaze, Direktion der NASA-Mission zur Entwicklung von Explorationssystemen.
Der Erfolg von Artemis 2 ist entscheidend für die Vorbereitung von Artemis 3, dessen Ziel es ist, bis Ende 2026 Astronauten auf der Mondoberfläche zu landen und damit eine neue Ära der Monderforschung und wissenschaftlichen Entdeckungen einzuleiten.
