Der zweite Vollmond des Jahres 2026, bekannt als Schneemond, wird am Sonntag, dem 1. Februar, aufgehen und neben dem markanten Bienenstock erscheinen – einer wunderschönen, gut sichtbaren Ansammlung von Sternen. Dieses Himmelsereignis bietet die seltene Gelegenheit, sowohl einen hellen Vollmond als auch einen schillernden Sternhaufen in derselben Ansicht zu sehen.
Optimale Betrachtungsbedingungen
Der Mond erreicht um 17:09 Uhr seinen Höhepunkt. EST am 1. Februar und lässt sich am besten in der Abenddämmerung beobachten, wenn der Himmel aufsteigt. Es wird im Sternbild Löwe positioniert und erscheint unterhalb des Bienenstockhaufens. Auch am 2. Februar bleibt der Vollmond hell.
Um die Sicht zu maximieren, suchen Sie sich einen Standort mit freiem Blick auf den östlichen Horizont, z. B. eine erhöhte Fläche oder ein offenes Feld. Während der Vollmond mit bloßem Auge leicht zu erkennen ist, lassen sich mit einem Fernglas oder einem Teleskop die über 100 Sterne des Bienenstockhaufens im Detail erkennen. Der Beehive Cluster (auch bekannt als M44 oder NGC 2632) ist einer der hellsten und unserem Sonnensystem am nächsten gelegenen offenen Cluster und liegt nur 577 Lichtjahre entfernt.
Den Cluster lokalisieren
Der Bienenstockhaufen erscheint zwischen Pollux (in Zwillingen, oben rechts vom Mond) und Regulus (in Löwe, unten links). Regulus wird zusammen mit anderen Sternen im Löwen etwa eine Stunde nach Mondaufgang leichter zu erkennen sein.
Am 2. Februar könnten Beobachter in Teilen Nordamerikas Zeuge einer seltenen Bedeckung werden: Regulus scheint etwa eine Stunde lang hinter dem fast vollen Mond zu verschwinden. Dieses Ereignis wird sich erst Ende der 2030er Jahre wiederholen.
Kulturelle Bedeutung und bevorstehende Veranstaltungen
Historisch gesehen wurde der Vollmond im Februar mit verschiedenen Namen bezeichnet, darunter „Hungriger Mond“, „Sturmmond“ und „Kerzenmond“. Indigene Kulturen haben ihre eigenen Traditionen: Die Cree nennen ihn den Weißkopfseeadlermond, während die Ojibwe ihn als Bärenmond kennen.
Über das Ereignis an diesem Wochenende hinaus wird es am 17. Februar einen Neumond geben, der mit einer seltenen ringförmigen Sonnenfinsternis zusammenfällt, die von der Antarktis aus sichtbar ist – bei der der Mond scheinbar einen „Feuerring“ um die Sonne bildet.
Der darauffolgende Vollmond, der Wurmmond, geht am 3. März auf und wird voraussichtlich eine totale Mondfinsternis sein. Während dieses Ereignisses, das von Nordamerika, dem Pazifik, Australien und Ostasien aus sichtbar ist, nimmt der Mond fast eine Stunde lang eine rötlich-kupferfarbene Farbe an – ein Phänomen, das als „Blutmond“ bekannt ist.
Diese himmlischen Ereignisse erinnern uns an die dynamische Schönheit des Nachthimmels und die zyklischen Muster unseres Sonnensystems.
